
Neue Mitarbeitende finden: 15 erfolgreiche Methoden der Rekrutierung
Viele Unternehmen stehen vor derselben Herausforderung: Obwohl es mehr Menschen auf dem Arbeitsmarkt gibt, bleibt es schwierig, die qualifizierte Fachkräfte zu finden. Offene Stellen bleiben monatelang unbesetzt und der Wettbewerb um gute Fachkräfte ist weiterhin hart.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- warum sich der Arbeitsmarkt grundlegend verändert hat,
- weshalb Recruiting heute mehr denn je ein aktiver Verkaufsprozess ist,
- wie Sie Ihr Unternehmen für Bewerbende attraktiver machen,
- welche Recruiting-Kanäle aktuell besonders erfolgsversprechend sind,
- und wie Sie langfristig einen Talentpool für zukünftige Einstellungen aufbauen.
Wer die richtigen Strategien einsetzt, kann auch in einem angespannten Arbeitsmarkt qualifizierte und motivierte Mitarbeitende gewinnen.
Neue, qualfizierte Mitarbeitende finden – eine der wichtigsten Führungsaufgaben unserer Zeit
„Wir müssen dringend neue Mitarbeitende finden, denn wir ersticken in Arbeit. Doch die Qualität der Bewerbungen macht uns zu schaffen."
Solche Aussagen hört man in vielen Unternehmen. Während die Herausforderung vor einigen Jahren häufig darin bestand, aus einer Vielzahl an Bewerbungen die besten Kandidatinnen und Kandidaten auszuwählen, besteht sie heute oftmals darin, ausreichend qualifizierte Bewerbungen zu erhalten.
In zahlreichen Berufsfeldern herrscht nach wie vor ein Arbeitnehmermarkt. Das bedeutet: Gute Fachkräfte können auswählen, welchem Unternehmen sie ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen möchten.
Für Unternehmen hat das weitreichende Konsequenzen. Recruiting ist heute deutlich anspruchsvoller geworden und erfordert neue Wege, moderne Kommunikationsformen und eine überzeugende Arbeitgebermarke. Dabei sind engagierte Mitarbeitende die Grundlage für Wachstum, Innovation und langfristigen Unternehmenserfolg. Deshalb gehört die Gewinnung neuer Fachkräfte inzwischen zu den wichtigsten Aufgaben von Führungskräften und Unternehmerinnen bzw. Unternehmern.
Ziel ist nicht nur, offene Stellen zu besetzen, sondern ein leistungsfähiges Team aus motivierten Menschen aufzubauen, die Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und die Unternehmensentwicklung aktiv mitgestalten.
Die Gewinnung neuer Mitarbeitender ist ein Verkaufsprozess
Die Gewinnung neuer Mitarbeitender hat viele Ähnlichkeiten mit einem klassischen Verkaufsprozess.
Bevor Menschen sich bewerben, stellen sie sich zahlreiche Fragen:
- Passt das Unternehmen zu meinen Werten?
- Welche Entwicklungsmöglichkeiten habe ich?
- Wie sieht die Unternehmenskultur aus?
- Werde ich wertgeschätzt?
- Lohnt sich ein Wechsel?
Sie bewerben sich somit nicht nur bei den Kandidatinnen und Kandidaten, diese bewerben sich gleichzeitig auch bei Ihnen als potenziellem Arbeitgeber.
Der erste Schritt besteht deshalb immer darin, genau zu definieren, wen Sie suchen. Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann diese gezielt ansprechen und überzeugen.
Gute Vorbereitung erleichtert die Personalsuche
Eine präzise Stellenbeschreibung ist die Grundlage jeder erfolgreichen Rekrutierung.
Sie definiert:
- Aufgaben und Verantwortlichkeiten,
- erforderliche Kompetenzen,
- fachliche Qualifikationen,
- gewünschte Erfahrungen,
- sowie die Ziele der Position.
Je klarer das Anforderungsprofil formuliert ist, desto leichter fällt es, passende Kandidatinnen und Kandidaten zu identifizieren. Eine klare Funktionsbeschreibung hilft Ihnen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und erforderliche Kompetenzen nachvollziehbar zu definieren.
Gleichzeitig hilft die Stellenbeschreibung dabei, geeignete Recruiting-Kanäle auszuwählen und die Ansprache zielgruppengerecht zu gestalten.
Neue Mitarbeitende finden – 15 Wege zum Erfolg
Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, neue Mitarbeitende zu gewinnen. Nicht jede Methode eignet sich für jede Position oder Branche. Erfolgreiche Unternehmen kombinieren meist mehrere Kanäle miteinander.
Klassische Rekrutierungsmethoden
1. Die eigene Karriereseite
Die Unternehmenswebsite ist häufig der erste Kontaktpunkt für potenzielle Bewerbende.
Eine moderne Karriereseite sollte:
- offene Stellen übersichtlich darstellen,
- die Unternehmenskultur vermitteln,
- Entwicklungsmöglichkeiten erläutern,
- Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigen,
- authentische Einblicke in den Arbeitsalltag bieten.
Menschen möchten heute wissen, für wen sie arbeiten werden. Professionelle Karriereseiten schaffen Vertrauen und stärken die Arbeitgebermarke.
2. Online-Jobportale
Jobbörsen zählen weiterhin zu den wichtigsten Instrumenten der Personalgewinnung.
Neben allgemeinen Plattformen gibt es zahlreiche spezialisierte Portale für bestimmte Berufsgruppen oder Branchen.
Wichtig ist dabei:
- die richtige Plattform für die Zielgruppe auszuwählen,
- aussagekräftige Stellenanzeigen zu formulieren,
- und Bewerbungsprozesse möglichst einfach zu gestalten.
3. Printanzeigen
Gedruckte Stellenanzeigen spielen heute zwar eine deutlich kleinere Rolle als früher, können jedoch regional oder in bestimmten Zielgruppen weiterhin sinnvoll sein.
Besonders wirksam sind sie oft in Kombination mit digitalen Maßnahmen.
4. Die Agentur für Arbeit
Die Arbeitsagentur bietet Unternehmen verschiedene Möglichkeiten zur Personalsuche.
Dazu gehören:
- die Veröffentlichung von Stellenanzeigen,
- die Nutzung von Bewerberdatenbanken,
- sowie persönliche Unterstützung durch den Arbeitgeberservice.
Sie kann nach wie vor ein hilfreicher Recruiting-Kanal sein.
5. Personalberatungen
Für Führungspositionen oder schwer zu besetzende Spezialistenrollen kann die Zusammenarbeit mit Personalberatungen sinnvoll sein.
Diese übernehmen :
- die Direktansprache potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten,
- die Vorauswahl,
- sowie Teile des Auswahlprozesses.
6. Übernahme aus Zeitarbeit oder Projektarbeit
Wer Mitarbeitende bereits im Arbeitsalltag erlebt hat, kann deren Fähigkeiten deutlich besser einschätzen.
Deshalb entstehen viele erfolgreiche Arbeitsverhältnisse aus:
• Zeitarbeit,
• Projektzusammenarbeit,
• Werkstudierendentätigkeiten,
• Praktika oder Freelance-Einsätzen.
Online-Recruiting-Methoden
7. Social Recruiting und Active Sourcing
Viele qualifizierte Fachkräfte suchen nicht aktiv nach einem neuen Job.
Deshalb gewinnt die direkte Ansprache über Plattformen wie LinkedIn zunehmend an Bedeutung.
Active Sourcing ermöglicht es, gezielt interessante Personen zu identifizieren und anzusprechen.
Der Vorteil: Auch sogenannte passive Kandidatinnen und Kandidaten können erreicht werden, die auf klassische Stellenanzeigen gar nicht reagieren würden.
8. Mobile Recruiting
Insbesondere jüngere Zielgruppen nutzen Smartphones intensiv für die Jobsuche.
Daher sollten:
- Karriereseiten mobil optimiert sein,
- Bewerbungsformulare auf Smartphones funktionieren,
- und Bewerbungsprozesse möglichst wenig Hürden enthalten.
Jeder zusätzliche Klick kann potenzielle Bewerbende kosten.
Mitarbeiterempfehlungen: Einer der erfolgreichsten und kostengünstigsten Wege
9. Mitarbeitende als Botschafter des Unternehmens
Die glaubwürdigste Werbung für einen Arbeitgeber kommt häufig von den eigenen Mitarbeitenden.
Persönliche Empfehlungen bieten mehrere Vorteile:
- hohe Glaubwürdigkeit,
- geringere Recruiting-Kosten,
- schnellere Besetzungen,
- bessere kulturelle Passung.
Viele Unternehmen setzen deshalb auf strukturierte Empfehlungsprogramme und zahlen Prämien für erfolgreiche Vermittlungen.
Methoden, die langfristig wirken: Netzwerken statt nur suchen
Networking funktioniert nicht von heute auf morgen, kann jedoch langfristig eine hervorragende Ergänzung zu klassischen Rekrutierungsmethoden darstellen:
10. Potenzielle Talente aktiv ansprechen - Methode "Adlerauge"
Begegnen Ihnen Menschen, die hervorragende Arbeit leisten?
Dann sprechen Sie diese an.
Nicht jede Kontaktaufnahme führt sofort zu einer Bewerbung. Dennoch entstehen daraus wertvolle Kontakte für die Zukunft.
11. Einen Talentpool aufbauen
Die besten Recruiter suchen nicht erst, wenn eine Stelle vakant wird.
Sie pflegen kontinuierlich Beziehungen zu interessanten Personen.
Ein strukturierter Talentpool hilft dabei:
- Kontakte langfristig zu pflegen,
- potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten zu informieren,
- und bei Bedarf schnell reagieren zu können.
Halten Sie also aktiv Kontakt zu qualifizierten Menschen, die aus irgendwelchen Gründe jedoch derzeit nicht bei Ihnen unter Vertrag stehen konnten.
Veranstaltungen gezielt zur Personalgewinnung nutzen
Veranstaltungen bieten verschiedene Chancen, Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen und für sich zu gewinnen:
12. Unternehmensevents und Tage der offenen Tür
Veranstaltungen ermöglichen einen authentischen Einblick in das Unternehmen.
Interessierte können:
- Mitarbeitende kennenlernen,
- die Unternehmenskultur erleben,
- und unverbindlich erste Kontakte knüpfen.
Laden Sie also Menschen, die für Sie für die Rekrutierung interessant sind, zu Firmenveranstaltungen ein.
13. Karriere-Abende und Fachvorträge
Fachvorträge, Breakfast-Meetings oder Karriere-Abende eignen sich besonders gut, um qualifizierte Fachkräfte anzusprechen.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Stellenanzeige, sondern der fachliche Austausch.
Dadurch entstehen oft wertvolle Kontakte, die sich später zu Bewerbungen entwickeln.
14. Jobmessen und Campus-Recruiting
Karrieremessen bieten die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Bewerbenden ins Gespräch zu kommen.
Insbesondere Hochschulmessen eignen sich hervorragend, um:
• Nachwuchskräfte zu gewinnen,
• Praktika zu besetzen,
• Werkstudierende kennenzulernen,
• und Talente frühzeitig an das Unternehmen zu binden.
Sichtbarkeit und Einfallsreichtum
15. Kreative Werbemöglichkeiten
Wer um Fachkräfte wirbt, muss sichtbar werden.
Immer mehr Unternehmen nutzen daher ungewöhnliche Recruiting-Maßnahmen:
- Werbung auf Fahrzeugen,
- Stellenanzeigen auf Verpackungen,
- QR-Codes auf Plakatenn und Flyern,
- oder regionale Guerilla-Marketing-Aktionen.
Je genauer Sie Ihre Zielgruppe kennen, desto kreativer können Sie geeignete Kontaktpunkte auswählen.

Was erfolgreiche Arbeitgeber heute auszeichnet
Die Suche nach neuen Mitarbeitenden beginnt lange vor der Veröffentlichung einer Stellenanzeige.
Erfolgreiche Unternehmen überzeugen durch:
- eine wertschätzende Führungskultur,
- attraktive Entwicklungsmöglichkeiten,
- flexible Arbeitsmodelle,
- transparente Kommunikation,
- sinnstiftende Aufgaben,
- und ein glaubwürdiges Arbeitgeberimage.
Welche Arbeitsbedingungen Unzufriedenheit verhindern und welche Faktoren echte Motivation fördern, zeigt die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg. Wer als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird, erhält nicht nur mehr Bewerbungen, sondern zieht oft auch die besser passenden Kandidatinnen und Kandidaten an.
Unser Tipp: Rekrutierung ist eine Daueraufgabe
Recruiting sollte kein Projekt sein, das erst beginnt, wenn eine Stelle frei wird. Betrachten Sie die Gewinnung von Mitarbeitenden als Daueraufgabe. Knüpfen Sie kontinuierlich neue Kontakte, bauen Sie Netzwerke auf und pflegen Sie einen Talentpool.
Wer langfristig Beziehungen zu potenziellen Fachkräften aufbaut, kann freie Stellen deutlich schneller besetzen und hat Zugang zu Kandidatinnen und Kandidaten, die auf dem offenen Arbeitsmarkt oft gar nicht sichtbar sind.
Die fünf wichtigsten Fragen zur Gewinnung neuer Mitarbeitender
Welche Methoden gibt es, um neue Mitarbeitende zu finden?
Unternehmen können neue Mitarbeitende über klassische, digitale und persönliche Recruiting-Methoden gewinnen. Welche Methode geeignet ist, hängt von der gesuchten Funktion, der Zielgruppe, der Region und dem verfügbaren Budget ab.
Zu den wichtigsten Methoden gehören:
- eigene Karriereseite
- Online-Jobportale
- Printanzeigen
- Bundesagentur für Arbeit
- Personalberatungen
- Übernahme aus Zeitarbeit, Praktika oder Projektarbeit
- Social Recruiting und Active Sourcing
- Mobile Recruiting
- Mitarbeiterempfehlungen
- direkte persönliche Ansprache
- Aufbau eines Talentpools
- Unternehmensevents und Tage der offenen Tür
- Karriere-Abende und Fachvorträge
- Jobmessen und Campus-Recruiting
- kreative regionale Werbemaßnahmen
Erfolgreiche Unternehmen kombinieren meist mehrere Kanäle. So erreichen sie sowohl aktiv suchende Bewerbende als auch Fachkräfte, die aktuell nicht selbst nach einer neuen Stelle suchen.
Welche Recruiting-Kanäle sind am erfolgreichsten?
Den einen erfolgreichsten Recruiting-Kanal gibt es nicht. Ein Kanal funktioniert dann gut, wenn er zur Zielgruppe, zur Position und zum Suchgebiet passt. Stellenanzeigen auf der eigenen Karriereseite und auf Jobportalen erreichen vor allem aktiv suchende Personen. Social Recruiting, Active Sourcing und persönliche Netzwerke sprechen zusätzlich Menschen an, die aktuell keinen Stellenwechsel planen.
Besonders erfolgversprechend sind häufig:
- Mitarbeiterempfehlungen für eine persönliche und glaubwürdige Ansprache
- Social-Media-Stellenanzeigen für klar definierte Zielgruppen
- Active Sourcing bei schwer zu besetzenden Fach- und Spezialistenstellen
- Praktika und Werkstudierendentätigkeiten für den langfristigen Nachwuchsaufbau
- digitale Jobanzeigen für eine große regionale oder überregionale Reichweite
Eine aktuelle KOFA-Auswertung nennt Mitarbeiterempfehlungen, Stellenanzeigen in sozialen Medien und Active Sourcing als besonders wirkungsvolle Recruiting-Strategien. Entscheidend bleibt, die Ergebnisse je Kanal zu messen. Unternehmen sollten erfassen, woher Bewerbungen kommen, wie gut sie zur Stelle passen und aus welchen Kanälen tatsächliche Einstellungen entstehen.
Wie finden Unternehmen trotz Fachkräftemangel qualifizierte Mitarbeitende?
Unternehmen finden trotz Fachkräftemangel passende Mitarbeitende, wenn sie Recruiting als kontinuierlichen Prozess behandeln. Der erste Schritt ist ein klares Anforderungsprofil. Es beschreibt die Aufgaben, Ziele, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der offenen Funktion.
Anschließend sollten Unternehmen klären:
- Welche Personen passen fachlich und menschlich zur Funktion?
- Wo informiert sich diese Zielgruppe über Arbeitgeber?
- Welche Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten sind für sie relevant?
- Was unterscheidet das Unternehmen glaubwürdig von anderen Arbeitgebern?
- Wie einfach und schnell ist der Bewerbungsprozess?
Eine Stellenanzeige allein reicht bei schwer zu besetzenden Positionen häufig nicht aus. Unternehmen sollten aktiv Kontakte aufbauen, bestehende Mitarbeitende als Botschafter einbeziehen, Praktika anbieten, Veranstaltungen nutzen und interessante Personen langfristig in einem Talentpool halten.
Ebenso wichtig ist eine überzeugende Arbeitgeberrealität. Wertschätzende Führung, transparente Kommunikation, Entwicklungsmöglichkeiten und sinnvolle Aufgaben helfen Unternehmen, passende Menschen zu gewinnen und später zu halten.
Was ist Active Sourcing und wie funktioniert es?
Active Sourcing bezeichnet die aktive Suche und direkte Ansprache potenzieller Mitarbeitender. Das Unternehmen wartet nicht auf Bewerbungen, sondern identifiziert passende Personen und nimmt selbst Kontakt auf.
Active Sourcing kann online und offline stattfinden:
- über berufliche Netzwerke wie LinkedIn
- über Bewerberdatenbanken
- auf Fachveranstaltungen und Karrieremessen
- durch Kontakte zu Hochschulen und Bildungseinrichtungen
- über persönliche und berufliche Netzwerke
- durch direkte Empfehlungen
Eine erfolgreiche Erstansprache sollte persönlich, konkret und auf die jeweilige Person zugeschnitten sein. Allgemeine Massennachrichten erzeugen selten Vertrauen. Erklären Sie, warum das Profil zur Position passt, welche Aufgabe Sie anbieten und welchen nächsten unverbindlichen Schritt Sie vorschlagen.
Active Sourcing endet nicht nach der ersten Nachricht. Ist ein sofortiger Wechsel nicht möglich, kann das Unternehmen den Kontakt mit Zustimmung der Person weiter pflegen und in einen Talentpool aufnehmen. So entsteht langfristiges Talent Relationship Management.
Wie können kleine und mittlere Unternehmen kostengünstig neue Mitarbeitende gewinnen?
Kleine und mittlere Unternehmen sollten sich auf Maßnahmen konzentrieren, die persönliche Nähe, regionale Bekanntheit und vorhandene Netzwerke nutzen. Dafür ist nicht immer ein großes Recruiting-Budget nötig.
Kostengünstige Möglichkeiten sind:
- Mitarbeitende aktiv um Empfehlungen bitten
- Stellen auf der eigenen Website veröffentlichen
- kostenlose Angebote der Bundesagentur für Arbeit nutzen
- Bewerberprofile in der Bewerberbörse durchsuchen
- Stellen in eigenen Social-Media-Kanälen teilen
- regionale Gruppen und Netzwerke einbeziehen
- Praktika, Schnuppertage und Werkstudierendentätigkeiten anbieten
- Kontakte zu Schulen, Hochschulen und Bildungsträgern aufbauen
- ehemalige Bewerbende und frühere Mitarbeitende ansprechen
- einen einfachen Talentpool pflegen
Auch kleine Unternehmen müssen ihren Vorteil klar kommunizieren. Dazu können kurze Entscheidungswege, persönliche Zusammenarbeit, sichtbare Verantwortung, flexible Lösungen und direkte Entwicklungsmöglichkeiten gehören. Aussagen sollten konkret und im Arbeitsalltag belegbar sein.
Die Bundesagentur für Arbeit ermöglicht Unternehmen unter anderem, Stellenangebote zu veröffentlichen, Bewerberprofile zu suchen und den Arbeitgeber-Service zu nutzen.
Seminartipp: Mitarbeitergespräche sicher und professionell führen
Im Training Building Your Team© (BYT) lernen Sie, einen strukturierten Rekrutierungsplan zu entwickeln, passende Kandidatinnen und Kandidaten zu erkennen und die richtigen Menschen für Ihr Team zu gewinnen.
Das Seminar
BYT ist Bestandteil des siebentägigen Programms
„Erfolgreiche Mitarbeiterführung“ (LYT) und bietet wertvolle Impulse für alle, die ihr Team gezielt stärken und ihr Unternehmen für bestehende sowie zukünftige Mitarbeitende attraktiver gestalten möchten.











